Raum
— 605 KompositionenBankettsaal
Ein Saal, der die Bestuhlung wechselt, braucht Licht, das nicht mitwechselt.
Ein Bankettsaal lebt in zwei Zuständen. Im einen ist er leer und festlich: Die Gäste treten ein, und zuerst wirkt das Volumen — Höhe, Tiefe, was von der Tür aus sichtbar ist. Im anderen ist er mit Tischen gefüllt, und das Licht wird nicht im Volumen gebraucht, sondern über Tischtuch, Gesichtern und Gedeck.
Die Komposition antwortet meist auf den ersten Zustand, und das befreit sie von einer unlösbaren Aufgabe. Über den Tischen arbeitet eine eigene Lichtgruppe, die mit der Bestuhlung gesetzt und mit ihr geändert wird. Bemessen wird die Komposition nach dem Raumvolumen, nicht nach der Zahl der Gedecke, und ihre Lage wird nicht an die Tische gebunden: Die Tische werden umgestellt.
Zwei Lichtkreise, nicht einer
Die Komposition trägt Volumen und Festlichkeit; über den Tischen liegt eine eigene Gruppe, die mit der Bestuhlung wechselt. Die Gesamtleistung der Komposition ist vor der Bestellung bekannt und geht nicht in die Beleuchtungsrechnung der Tische ein.
Die Komposition ist nicht an die Tische gebunden
Die Bestuhlung wechselt von Fest zu Fest, die Komposition nicht. Ihr Zentrum legt man auf die geometrische Mitte des Saals oder auf die Achse des Eingangs, nicht auf die Mitte eines Tisches.
Die Einbauplatte kommt vor dem Ausbau
Die Decke ist fast immer von einer abgehängten Decke verdeckt, befestigt wird ausschließlich an der Rohdecke — an der Beplankung nichts. Nach dem Ausbau ist das eine Öffnung, keine Montage.
Womit man beginnt
Jede Komposition entsteht für ihren Raum: Maßstab und Geometrie folgen dem Volumen. Deshalb steht der Katalog hier vollständig — voran die Stücke, mit denen man gewöhnlich beginnt.
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