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Licht als Kunst

Vargov®Design

Raum

605 Kompositionen

Atrium

Der einzige Raum, in dem eine Komposition zugleich von oben, von der Seite und von unten gesehen wird.

Ein Atrium ist keine vergrößerte Lobby. In der Lobby wird das Stück von unten gelesen, und es wirkt die Silhouette. Im Atrium blickt man von den oberen Galerien, aus dem Aufzug, von der Treppe darauf — und dort liest sich nicht die Silhouette, sondern die Struktur: wie die Elemente zueinander stehen, wo es licht ist und wo dicht. Eine von unten makellose Komposition kann aus dem dritten Geschoss flach wirken.

Die erste Planungsentscheidung ist daher nicht die Größe, sondern die Blickrichtung. Eine Komposition fürs Atrium wird als vertikale Ordnung gebaut: Sie füllt das Volumen zwischen den Ebenen, statt als Fleck unter der Decke zu hängen. Die Höhe gibt nicht die Decke vor, sondern die Höhenlage der Galerien.

Unterster Punkt nach den Galerien

Richtwert ist die Ebene der obersten Galerie, damit die Komposition von jedem Geschoss ganz zu lesen ist. Die allgemeine Regel — nicht tiefer als 2,1 m über dem Boden — wird hier um ein Vielfaches übertroffen; die Grenze kommt von oben.

Die Ordnung rechnet man im Gegenlicht

Die Komposition wird vor Verglasung und vor der gegenüberliegenden Galerie gesehen. Die Dichte der Elemente wird so gewählt, dass das Stück im Gegenlicht nicht zur Silhouette zusammenfällt.

Der Zugang wird vor der Montage geklärt

Unter der Komposition liegt oft kein Boden: ein Gang, ein Wintergarten, Wasser. Eine Hubbühne lässt sich dort nicht aufstellen, deshalb wird die Wartung vorab eingeplant. Die berechnete Masse ist vor der Bestellung bekannt — sie bestimmt, was hier möglich ist.

Womit man beginnt

Jede Komposition entsteht für ihren Raum: Maßstab und Geometrie folgen dem Volumen. Deshalb steht der Katalog hier vollständig — voran die Stücke, mit denen man gewöhnlich beginnt.

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